Kaffeehauskultur

 

Das klassische Wiener Kaffeehaus ist seit jeher ein Ort, der zum Verweilen, Arbeiten, Diskutieren, Tratschen und Philosophieren einlädt. Zudem waren sie auch in das literarische Geschehen eingebunden. In den bekannten Wiener Kaffeehäusern hat man das Gefühl, sich in einer anderen Zeitepoche zu befinden, wobei die Einrichtungen der verschiedenen Cafés variieren. Sie können sich als gemütlich bis plüschig oder kühl bis stilvoll erweisen. Die Kellner, die als Herr Ober angesprochen werden, sind zwar schick gekleidet aber teilweise unhöflich.

Doch was ist das Besondere an den Wiener Kaffeehäusern?
Der entscheidende Unterschied zu einem normalen Café ist, dass man so lange sitzen bleiben darf, wie man möchte. Auch wenn man als Gast nichts bestellt. Außerdem wird bis auf wenige Abende auf Musik verzichtet. Zu beachten ist auch die große Auswahl an Kaffee Sorten die je nach Café variieren (Z.B. Melange, Einspänner, Flaker, Brauner, Mocca, Kapuziner). Also sollte man keinesfalls nur einen einfachen Kaffee bestellen. Zu jedem Heißgetränk wird übrigens ein Glas Wasser serviert und der Kaffee wird gekocht und nicht gebrüht.

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Heiße Schokolade, Buchteln und Kaffee mit dem dazu servierten Wasser

Angeboten werden kleine Speisen, wie Würstel und Mehlspeisen (z.B. Sachertorte, Buchteln).

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Die berühmten Buchteln von Café Hawelka

Das erste Wiener Kaffeehaus wurde am Haarmarkt (heutige Rotenturmstraße) gegründet und durfte zunächst als einziges Kaffee verkaufen. Die Beliebtheit der Cafés stieg rasant an, wodurch sich die Anzahl schnell erhöhte. Heute gibt es über 1100 Cafés aller Art, wobei es auf Grund veränderter Freizeitbeschäftigungen der Gäste, in der Vergangenheit eine Zeit lang nicht gut für sie stand.

Café Landtmann
Besitzer: Nach einigen Besitzerwechseln übernahm die Familie Querfeld im Jahre 1976 die Leitung
Eröffnung: 1.Oktober 1937 von Franz Landtmann, dessen Name das Café heute noch schmückt
Besonderheiten: Es zählt zu den beliebtesten Cafés Wiens

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Das Café Landtmann

Café Mozart
Besitzer: Familie Querfeld-Winkler
Eröffnung: 1794 durch Georg Pöhelein
Besonderheiten: Am Anfang hatte das Café keinen Namen, weswegen es ab 1825 Café Corra genannt wurde. Als das Café 1929 von der Familie des Cafétiers Oskar Hornik übernommen wurde bekam es den Namen Café Mozart, den das Café auch heute noch trägt.

Café Hawelka
Besitzer: früher Leopold und heute Sohn Günter Hawelka
Eröffnung: 1939 von Leopold und Josefine Hawelka
Besonderheiten: Da Leopold ein leidenschaftlicher Maler war, hat er die Werke seiner talentiertesten Gäste gesammelt und in seinem Café zur Schau gestellt

Zu Gast im Cafe Hawelka
Nach dem Betreten des Cafés wurden wir sofort von der gemütlichen Atmosphäre überwältigt. Da wir keine Speisekarte zur Verfügung hatten, war es zunächst schwierig für uns, eine Entscheidung für die Bestellung zu treffen.
Trotzdem entschieden wir uns und bekamen nach kurzer Zeit Kaffee, Heiße Schokolade und die berühmten Buchteln auf eleganten Tabletts seviert. Zu unserem Erstaunen bekamen wir auch wirklich ein Glas Wasser dazu.

ZITAT KATHARINA M. LÜBKE: „Das Wasser ist sehr angenehm im Abgang.“

Auch kam zu unserem Erstaunen der Besitzer des Cafés persönlich vorbei, gab jedem Gast die Hand und erzählte etwas von sich. Dann verabschiedete er sich und auch wir machten uns auf den Weg.

Von Johanna Edeler, Maximilian Kolatzek & Katharina Maximiliane Lübke

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